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Veranstaltung: Islamische Welt, Krieg und Demokratie – 23. Juli 2017, 15:00 Uhr, Internationales Zentrum, Flachsmarkt 15, Duisburg

Veranstaltung Islam 3Die Türkei und das „Referendum“, Islam und Demokratie. Ein Gegensatz? Oder gibt es einen demokratischen Islam? Wie kann ein breites Bündnis geschaffen werden, um die politische Krise zu überwinden und eine konfessionelle Spaltung zu verhindern?
Wie betrachtet die islamische Welt die Demokratie und in welche Richtung sollte sie sich entwickeln?

Die kurdische Frage:
Was sind die Vorschläge der islamischen Bewegung, insbesondere die eigenen Vorstellungen und Motive für eine Lösung des Konflikts?
Redner:
Hafız Ahmet Turhanlı, Vorsitzender der Islamischen Gesellschaft Kurdistan (CIK)

Dr. Bekir Tank,
Universität Istanbul, Fakultät für Geistes-und Sozialwissenschaften

Halil Ibrahim Yenigün, Politikwissenschaftler, Unterzeichner des Aufruf “Akademiker für Frieden“ und Sohn des berühmten islamischen Denkers Sedat Yenigün

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Veranstalter:
Initiativ.e.V (Verein für Demokratie und Kultur von Unten), Duisburger Netzwerk gegen Rechts

Kooperationspartner:
Antiimperialistische Koordination (AIK)
Plattform Zentralanatolische Kurden,
Rosa-Luxemburg-Club Duisburg,
International Peace Initiative for Syria,

Wer wir sind und was wir wollen:

Die Webseite Initiativ-online.org wird von den Mitgliedern des Vereins Initiativ – Verein für Demokratie und Kultur von unten e.V. betrieben. Im Sinne der Satzung des Vereins haben sich die Mitglieder entschieden eine Plattform zu formulieren, aus der die praktische Arbeit abgeleitet und konkret formuliert werden soll.

Plattform:
1. Wir setzen uns ein für Freiheit, soziale Gleichheit und Selbstbestimmung, und gegen Ausbeutung und Unterdrückung und dies lokal wie international. Aus diesem Verständnis heraus analysieren wir die konkreten Verhältnisse hier wie andernorts.

2. Die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Krisen, die sich seit dem Siegeszug der „neoliberalen Globalisierung“ im Rahmen der internationalen kapitalistischen Weltordnung entwickelt haben, drängen die Bevölkerungen aller Länder der Erde dazu, sich in Konflikt zueinander bzw. in zunehmender Ablehnung gegeneinander, statt sich im Sinne der internationalen Solidarität und Völkerfreundschaft, zu bewegen.

3. Imperialismus ist der Versuch von wirtschaftlich und militärisch hoch entwickelten Staaten, möglichst große Teile der Welt unter ihre Kontrolle zu bringen, zum Zweck der Ausbeutung und der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, und wenn nötig auch militärischen Beherrschung. Um dieses Verhältnis zu verändern ist es nötig sich dem Imperialismus entgegen zu stellen. In diesem Sinne verstehen wir uns als antiimperialistische Vereinigung.

4. Die Europäische Union (EU), die neoliberal, antidemokratisch und militaristisch ihrem Wesen nach ist, treibt insbesondere die Länder Südeuropas und der gesamten europäischen Peripherie in den Ruin. Nur außerhalb der in ihr festgeschriebenen Grundregeln ist eine demokratische und sozial gerechte Entwicklung möglich.

5. Seit dem weltweiten Siegeszug des „Neoliberalismus“ wird versucht soziale und demokratische Rechte und Errungenschaften der Mehrheit der Bevölkerungen rückgängig zu machen. Dies führt zu dazu, dass verschiedene gesellschaftliche Schichten in verstärktem Maße gegeneinander in Stellung gebracht werden. Die Folge ist, dass sich neue gesellschaftliche Akteure (Neue Rechte – Rechtspopulismus)in Europa in Stellung bringen, die einerseits einen Kulturrassismus (Islamophobie, Antiromaismus) predigen, und andererseits im Sinne des herrschenden Kapitals liberalistische und damit weite Teile der Gesellschaft ausschließende Wirtschaftsinteressen verfolgen und propagieren. Eine sozial gerechte und demokratische Gesellschaftsordnung im Sinne der Mehrheit der Volksmassen setzt den Widerstand gegen den propagierten Rassismus der „Neuen Rechten“ voraus. Wir unterstützen und kooperieren mit allen Kräften, die soziale und politische Grundrechte verteidigen und für eine gerechte Weltordnung kämpfen.

6. Frieden statt NATO. Im Militärbündnis NATO drückt sich das Dominanzstreben der „westlichen Wertegemeinschaft“ am stärksten aus. Immer wieder wird unter dem Vorwand von Demokratie und Menschenrechten in die gesellschaftliche Ordnung verschiedener Länder eingegriffen. In Wirklichkeit aber dient das immer den eigenen Interessen, den vorherrschenden Gruppen der Groß –und Finanzunternehmen. Die Dominanz der USA (ca. 1000 Militärbasen verteilt auf dem ganzen Erdball)und weniger anderer führender Industrienationen bedeutet trotz der Einführung der Völkerrechts (UN-Charta) infolge des Sieges über den deutschen Faschismus eine ständige Gefahr für Frieden und Selbstbestimmung. Soziale und demokratische Entwicklungen, die nicht den USA und ihren strategischen Partnern (Europa)entsprechen, sind ständig bedroht oder durch wirtschaftliche Erpressung oder ähnliches bedroht. Wir setzen uns für eine sofortigen Austritt der BRD aus der NATO aus.

7. Darüberhinaus beziehen verteidigen wir das Grundgesetz, die UN-Charta und auch Elemente der Landesverfassungen diverser Bundesländer (Bundesland Hessen/Bayerns sehen die Verstaatlichungen der Großindustrie im Verfassungsrang). So wie das Grundgesetz das Verbot von Angriffskriegen von deutschem Boden beinhaltet, so verteidigt die UN-Charta das Recht auf Selbstverteidigung auch militärisch gegen völkerrechtswidrige Besatzungen. An diese positiven Rechtsvorschriften, welche erkämpft werden mußten, soll und muss ebenso angesetzt werden, wenn die Verteidigung sozialer und politischer Rechte effektiv geführt werden will. Nur dann kann erfolgreich an den vielen positiven Traditionen der Kämpfe der antikolonialen und antiimperialistischen Bewegungen in der 3. Welt wie z.B. in Palästina, Vietnam etc. angeknüpft werden. Außerdem beziehen uns positiv auf die Kämpfe der PartisanInnen gegen den Hitlerfaschismus, wie auch auf die Kämpfe der ArbeiterInnen -und Frauenbewegung auf der ganzen Welt für Freiheit, soziale Gleichheit und Selbstbestimmung, und gegen Ausbeutung und Unterdrückung.